Schmerzmedizin: Kongress-Highlights 2025 Logo of esanum https://www.esanum.de

Schmerzmedizin im Fokus: Die Highlights des Deutschen Schmerzkongresses 2025

Der Schmerzkongress 2025 in Mannheim bietet praxisverändernde Updates zu Neuropathischem Schmerz, ICD-11, VR-Therapien und mehr. Erfahren Sie die Highlights für Ihren klinischen Alltag.

Praxisrelevante Updates zum Auftakt

Neuropathischer Schmerz – State of the Art 2025

Mittwoch, 22.10., 10:00 – 12:30 Uhr

Ein unverzichtbarer Auftakt für jeden Schmerzmediziner: Dieser Refresherkurs bietet ein komprimiertes Update auf höchstem Niveau. Mit Prof. Ralf Baron, einem der weltweit führenden Experten, wird der aktuelle Stand der Therapie beleuchtet. Ergänzt wird dies durch praxisnahe Vorträge zu den häufigen Herausforderungen postoperativer neuropathischer Schmerzen und Schmerzen nach einem Schlaganfall.

Somatische Diagnostik bei Muskelschmerz

Mittwoch, 22.10., 13:30 – 16:00 Uhr

Muskelschmerz stellt eine alltägliche diagnostische Herausforderung dar. Diese Sitzung bietet einen exzellenten, interdisziplinären Fahrplan, der die neurologische, rheumatologische und physiotherapeutische Perspektive vereint. Für Fachärzte aller Disziplinen liefert dieser Kurs wertvolle, strukturierte Ansätze für die Abklärung komplexer Beschwerdebilder.

Wegweisende Forschung und neue Standards

Die Manfred-Zimmermann-Lecture mit Prof. Allan Basbaum

Donnerstag, 23.10., 13:45 – 15:00 Uhr

Die wissenschaftliche Sternstunde des Kongresses: Prof. Allan Basbaum aus Kalifornien, eine Legende der Schmerzforschung, hält die diesjährige Keynote. Sein Vortrag ist unverzichtbar für alle, die an den neurobiologischen Wurzeln des Schmerzes interessiert sind und die Grundlagen zukünftiger Therapien verstehen wollen.

Praxistest: Die neue ICD-11-Klassifikation

Donnerstag, 23.10., 08:15 – 09:45 Uhr

Die Einführung der ICD-11 bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Dokumentation und Kodierung von Schmerzerkrankungen. Dieser Workshop ist kein theoretisches Seminar, sondern ein unmittelbar relevanter Praxistest. Das Verständnis der neuen Kodes für primäre und sekundäre Schmerzen ist für die klinische Realität, die Abrechnung und die Forschung von fundamentaler Bedeutung.

Die Macht der Erwartung: Placebo- und Nocebo-Effekte

Freitag, 24.10., 08:30 – 09:45 Uhr

Prof. Ulrike Bingel, eine Pionierin der Erwartungsforschung, beleuchtet die Rolle von Placebo- und Nocebo-Effekten. Ihr Vortrag liefert wissenschaftlich fundierte Einblicke, wie Kommunikation, Aufklärung und das therapeutische Setting den Behandlungserfolg direkt mitgestalten – ein Thema von höchster Relevanz für den klinischen Alltag.

Virtual Reality: Digitale Welten in der Schmerztherapie

Donnerstag, 23.10., 10:00 – 11:15 Uhr

Dieses Symposium zeigt, wie sich VR von einer Nischenanwendung zu einem evidenzbasierten Therapiebaustein entwickelt. Vorgestellt werden konkrete, wissenschaftlich untermauerte Einsatzmöglichkeiten bei Rückenschmerzen oder zur Entspannung. Ein faszinierender Blick in die Zukunft der nicht-medikamentösen Behandlung.

Klinische Meilensteine: Leitlinien und komplexe Krankheitsbilder

Neue S3-Leitlinie GeriPAIN: Schmerz im Alter

Freitag, 24.10., 08:30 – 09:45 Uhr

Ein Meilenstein für die klinische Praxis: Angesichts des demografischen Wandels ist die neue S3-Leitlinie zur Behandlung von Schmerzen bei geriatrischen Patienten von enormer Wichtigkeit. Das Symposium bietet eine komprimierte und autoritative Zusammenfassung der neuen Behandlungsstandards, die die Versorgung in den kommenden Jahren prägen werden.

Fibromyalgie Syndrom: Verstehen und Behandeln

Freitag, 24.10., 15:30 – 16:45 Uhr

Besetzt mit den Top-Experten Deutschlands und Leitlinien-Koordinatoren, gibt diese Sitzung einen tiefen Einblick in die aktuelle Forschung zu Pathophysiologie und Therapie des FMS. Im Kontext der anstehenden Leitlinien-Revision ist dies ein unverzichtbarer Blick in die Werkstatt der zukünftigen Behandlungsstrategien.

Therapierefraktäre Migräne: Innovative Strategien

Freitag, 24.10., 15:30 – 16:45 Uhr

Was tun, wenn Standardtherapien versagen? Dieses Symposium wagt den Blick über den Tellerrand der konventionellen Pharmakotherapie und beleuchtet innovative Ansätze aus der interventionellen Neuroradiologie und Neurochirurgie. Eine hochkarätige Sitzung für alle, die Patienten mit schwer behandelbarer Migräne betreuen.

CRPS: Diagnostik als Schlüssel zum Erfolg

Samstag, 25.10., 08:30 – 09:45 Uhr

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS) benötigt dringend bessere Therapiekonzepte. Führende Forscher wie Prof. Birklein und Prof. Rittner stellen den zukunftsweisenden Ansatz vor, über eine präzisere Diagnostik und das Verständnis von Subtypen zu personalisierten Therapien zu gelangen. Spitzenforschung mit direktem Bezug zur Zukunft der klinischen Versorgung.

Interdisziplinäre Horizonte erweitern

Schmerz trifft Rheumatologie

Donnerstag, 23.10., 08:30 – 09:45 Uhr

Dieses Symposium schlägt eine essenzielle Brücke zwischen zwei Fachgebieten, die oft parallel agieren. Die zentrale Erkenntnis: Entzündungskontrolle ist nicht gleich Schmerzfreiheit. Schmerzmediziner erhalten hier wertvolle Einblicke in immunologische Grundlagen und neue medikamentöse Strategien.

Chronic Fatigue Syndrom (CFS/ME) in der Schmerzmedizin

Samstag, 25.10., 08:30 – 09:45 Uhr

Ein hochaktuelles Thema mit großer gesellschaftlicher Relevanz, das Schmerzmediziner zunehmend fordert. Die Sitzung bietet dringend benötigte Orientierung und zeigt praxisnahe Konzepte auf, wie etablierte multimodale Strukturen für diese komplexe Patientengruppe angepasst werden können.

Neuroinflammation bei Kopf- und Gesichtsschmerz

Samstag, 25.10., 10:15 – 11:30 Uhr

Dieses exzellente interdisziplinäre Symposium beleuchtet Neuroinflammation als verbindendes Element zwischen Kopfschmerzmedizin, Rheumatologie und Infektiologie. Es schärft den diagnostischen Blick für sekundäre Kopfschmerzursachen und fördert ein tieferes Verständnis entzündlicher Pathomechanismen.

Diese Auswahl stellt nur einen Ausschnitt des reichhaltigen Programms dar. Der Deutsche Schmerzkongress 2025 bietet zahlreiche weitere wertvolle Impulse für den klinischen Alltag und die Forschung – es lohnt sich, auf Entdeckungsreise zu gehen.