Kein Ansprechen auf Herzinsuffizienz-Standardtherapie? Kausal behandelbare Ursache abklären! Logo of esanum https://www.esanum.de

Kein Ansprechen auf Herzinsuffizienz-Standardtherapie? Kausal behandelbare Ursache abklären!

Wenn Patient:innen mit chronischer Herzinsuffizienz nicht auf die Standardtherapie ansprechen, dann sollte umgehend die kardiologische Praxis zur Ursachenabkl&auml;rung eingebunden werden. H&auml;ufiger als gedacht verbirgt sich dahinter die kausal behandelbare kardiale Amyloidose.<sup>1,2</sup>

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz liegt in Deutschland bei ca. 3,4 %, was einer Patient:innenzahl von fast 2,5 Millionen entspricht.3 Vor allem hausärztliche Praxen betreuen viele Patient:innen mit chronischer Herzinsuffizienz – insbesondere mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFrEF). Bei diesen Patient:innen empfiehlt die aktuelle Leitlinie der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) unmittelbar nach Diagnosestellung als Basistherapie den zügigen Einsatz der folgenden vier Wirkstoffklassen: Betablocker, Angiotensin-Converting-Enzym-Inhibitoren/Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitoren, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten und Inhibitoren des Natrium-Glukose-Kotransporters 2 (SGLT2).1

SGLT2-Inhibitoren gewinnen auch bei einer chronischen Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFpEF) immer mehr an Bedeutung.4 Doch was tun bei Patient:innen mit HFpEF, die nicht auf die Standardmedikation ansprechen? Hier lohnt sich ein genauer Blick, denn die Ätiologie und damit auch die Differentialdiagnostik einer HFpEF können vielschichtig sein.
Studien zeigen, dass bei bis zu 13,3 % der Patient:innen mit HFpEF eine Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie (ATTR-CM) nachgewiesen werden kann.5 ATTR-CM ist eine systemische Speichererkrankung, die durch Amyloidablagerungen im Herzen verursacht wird.6,7

Überweisen Sie Patient:innen mit HFpEF und unzureichendem Therapieansprechen deshalb bereits beim ersten Verdacht in die kardiologische Praxis. Dort kann die Verdachtsdiagnose ATTR-CM mit bildgebenden Maßnahmen (u. a. Echokardiografie) weiter abgeklärt werden. Die gute Nachricht: ATTR-CM ist behandelbar. Nach der gesicherten Diagnose ATTR-CM wird in der kardiologischen Praxis oder in spezialisierten Zentren die Therapie mit Vyndaqel® (Tafamidis) 61 mg eingeleitet. Diese zugelassene, krankheitsmodifizierende Kausaltherapie kann die Gesamtmortalität und das kardiovaskulär bedingte Hospitalisierungsrisiko bei Patient:innen mit ATTR-CM signifikant reduzieren.2,8

Die Behandlung mit Vyndaqel® (Tafamidis) 61 mg sollte so früh wie möglich im Verlauf der Erkrankung begonnen werden, wenn der klinische Nutzen in Bezug auf den Krankheitsfortschritt deutlicher ist.8 Deshalb sind eine konsequente Anamnese und Diagnostik sowie eine frühzeitige, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen der hausärztlichen und der kardiologischen Praxis essenziell.

Tafamidis wirkt genau dort, wo es benötigt wird: Bei der Transthyretin-Amyloidose lagern sich nicht lösliche fibrilläre Proteine im Gewebe ab – unter anderem auch im Herzen – und beeinträchtigen die normale Organfunktion. Die Spaltung des Transthyretin(TTR)-Tetramers in Monomere ist der geschwindigkeitsbestimmende Schritt in der Pathogenese der Transthyretin-Amyloidose. Tafamidis ist ein selektiver Stabilisator von TTR: Es bindet an TTR, stabilisiert so das Tetramer und verlangsamt die Spaltung in Monomere. Die Hemmung des TTR-Tetramer-Zerfalls bildet somit die Grundlage für die Behandlung von Patient:innen mit ATTR-CM.8

Erfahren Sie in diesem Video mehr über den Wirkmechanismus von Tafamidis:

Die ESC-Leitlinie empfiehlt Tafamidis bei Patient:innen mit ATTR-CM mit dem höchsten Empfehlunsgrad I.1 Wissenschaftliche Grundlage ist die Zulassungsstudie von Tafamidis.2 Helfen Sie mit, dass Patient:innen mit ATTR-CM von der leitliniengerechten Therapie profitieren können, und machen Sie zusammen mit Ihren kardiologischen Kolleg:innen aus einer chronischen Herzinsuffizienz ohne Therapieansprechen und mit verkannter Ursache eine behandelbare chronische Herzinsuffizienz mit bekannter Ursache!

Quellen

  1. McDonagh TA et al. Eur Heart J 2021;42(36):3599–3726.
  2. Maurer MS et al. N Engl J Med 2018;379(11):1007–1016.
  3. Holstiege J et al. Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Versorgungsatlas-Bericht Nr. 18/09. Berlin 2018. Online veröffentlicht unter: https://www.versorgungsatlas.de/fileadmin/ziva_docs/97/VA_18-09_BerichtHerzinsuffizienz_2018-12-20_V2.pdf
  4. Girerd N, Zannad F. J Intern Med 2023;293(5):550–558.
  5. González-López E et al. Eur Heart J 2015;36(38):2585–2594.
  6. Maurer MS et al. Circulation 2017;135(14):1357–1377.
  7. Sekijima Y et al. Curr Pharm Des 2008;14(30):3219–3230.
  8. Vyndaqel® 61 mg, Fachinformation nach aktuellem Stand.